Schalenwild Schalenwild

Rehwild

Capreolus capreolus

Häufigste Schalenwildart in Mitteleuropa, Einzelgänger oder kleine Sprünge im Wald-Feld-Saum.

Lebensraum

Wald-Feld-Mosaik, Auen, Bergwald bis 2000 m. Bevorzugt Deckungs- und Äsungsstreifen, kommt aber auch in reinen Feldrevieren vor (Feldreh).

Jagdliche Bedeutung

Wichtigste Schalenwildart in vielen Revieren. Bockjagd 1.5.-15.10. (BY), Schmalreh- und Geißjagd nach BL-Schonzeit. In den meisten BL ohne formelle Abschussplanpflicht, dafür mit Mindestabschuss.

Das Reh (Capreolus capreolus) ist die kleinste und gleichzeitig häufigste in Deutschland heimische Schalenwildart. Böcke wiegen 18-25 kg, Ricken 16-22 kg.

Rehwild ist ein Konzentratselektierer und ernährt sich von leicht verdaulicher Äsung (Knospen, Triebe, Kräuter). Die Brunft fällt in den Juli/August ("Blattzeit"); die Setzzeit liegt — bedingt durch die verlängerte Tragzeit mit Eiruhe — im Mai/Juni.

Im Revier wird Rehwild in der Regel als Ansitz- und Pirschjagd bejagt. Auf Drückjagden tritt Rehwild oft als Beifang auf. Forstliche Verträglichkeit über Verbiss-Gutachten wird zunehmend zum bestimmenden Faktor für Mindestabschusszahlen.

Letzte Aktualisierung: · Quelle: Waidwart-Redaktion