Schalenwild Schalenwild Trichinenpflichtig

Schwarzwild

Sus scrofa

Hochintelligentes, anpassungsfähiges Schalenwild mit stark wachsenden Beständen, ASP-Risiko-Art Nummer 1.

Lebensraum

Mischwald, Maisäcker, Stadtränder, Auenlandschaften. Hohe Anpassungsfähigkeit hat dazu geführt, dass Schwarzwild inzwischen praktisch flächendeckend in Deutschland vorkommt.

Jagdliche Bedeutung

Trichinenpflichtige Lebensmittelproduktion (jede Erlegung -> Probe). Hauptaugenmerk im ASP-Restriktionsgebiet: Bestände sind dort drastisch zu reduzieren. Nachtjagd häufig erlaubt (technische Hilfsmittel pro BL unterschiedlich geregelt).

Das Schwarzwild (Sus scrofa) ist die einzige in Mitteleuropa heimische Wildschweinart. Bachen wiegen 60-120 kg, Keiler erreichen über 200 kg.

Schwarzwild lebt in matriarchalen Rotten, geführt von einer Leitbache. Frischlinge werden überwiegend im Frühjahr (März/April) gesetzt; der Reproduktionserfolg ist stark von der Mast (Eichel, Buchecker) abhängig.

Das Schwarzwild ist trichinenpflichtig — jede Erlegung erfordert eine Trichinenprobe vom Zwerchfellpfeiler. Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gilt in Restriktionsgebieten zudem ein verpflichtendes ASP-Probenpaket sowie Sammlung im Verwahrstellen-Container. Die Nachtjagd ist in den meisten Bundesländern auf Schwarzwild ausgeweitet, technische Hilfsmittel (Nachtsichtvorsatz, Wärmebild) sind pro BL unterschiedlich erlaubt.

Letzte Aktualisierung: · Quelle: Waidwart-Redaktion