Symbolbild

Elster

Pica pica

Bejagbarer Rabenvogel, je nach BL mit Jagdzeit oder ganzjährig geschont.

Lebensraum

Dörfer, Stadtränder, halboffene Landschaft.

Jagdliche Bedeutung

Prädator von Bodenbrütern. Bejagung mit Lockjagd oder am Schlafplatz.

Merkmale und Ansprache

Die Elster (Pica pica) ist ein gewandter Rabenvogel und schon aus der Ferne unverwechselbar: Der lange, gestufte Schwanz, das kontrastreich schwarz-weiße Gefieder mit metallisch grün-blau schimmernden Flügeln und Stoß sowie der wippende, hüpfende Bodengang machen die Ansprache leicht. Geschlechter sind im Feld kaum zu unterscheiden. Ihr Ruf – ein rasches, schnarrendes „Schackern“ – verrät sie oft, bevor sie zu sehen ist. Als Angehörige der Rabenvögel gilt die Elster als ausgesprochen lernfähig und misstrauisch, was sie zu einem anspruchsvollen Wild bei der Ansprache und Bejagung macht.

Lebensraum und Verbreitung

Die Elster besiedelt Dörfer, Stadtränder und die halboffene Landschaft. Sie ist ein Kulturfolger, der die Nähe des Menschen nicht scheut und in Siedlungsräumen, an Feldgehölzen, Hecken und in Parks gleichermaßen zurechtkommt. Als Standvogel bleibt sie ganzjährig im Revier. Ihr Vorkommen ist eng an strukturreiche Übergangszonen zwischen Deckung und offener Fläche gebunden, wie sie halboffene Kulturlandschaften und Siedlungsränder typischerweise bieten.

Verhalten und jagdliche Bedeutung

Elstern leben paarweise und territorial, sammeln sich außerhalb der Brutzeit aber auch an gemeinschaftlichen Schlafplätzen. Jagdlich steht die Elster vor allem als Prädator von Bodenbrütern im Blick: Sie plündert Gelege und schlägt Jungvögel und trägt damit in Revieren mit empfindlichen Niederwild- und Bodenbrüterbeständen zum Prädationsdruck bei. Aus diesem Grund ist ihre Regulierung dort, wo sie jagdrechtlich zulässig ist, in erster Linie eine Maßnahme des Artenschutzes zugunsten der Beutegreifer-empfindlichen Brutvögel und nicht eine Frage der Streckenausbeute.

Bejagung und jagdliche Praxis

Die Bejagung erfolgt in der Regel als Lockjagd oder am Gemeinschafts-Schlafplatz. Bei der Lockjagd wird das ausgeprägte Neugier- und Mobbing-Verhalten der Elster genutzt, etwa mit Lockbildern oder Reizen, die andere Rabenvögel oder einen Beutegreifer vortäuschen; entscheidend sind gute Tarnung und ein sauber gewählter Ansitz, da die Vögel schnell Vertrauen fassen oder eben misstrauisch abstreichen. Der Ansitz am Schlafplatz nutzt die abendliche Sammelbewegung. Da es sich um Federwild handelt, sind je nach Bundesland und Ort die Vorgaben zur Munition und zur Nähe von Gewässern zu beachten.

Recht und Schonzeit

Der jagdrechtliche Status der Elster ist in Deutschland uneinheitlich: In vielen Bundesländern ist sie bejagbar, teils mit langer Jagdzeit, in anderen dagegen ganzjährig geschont. Ob und wann die Elster im eigenen Revier bejagt werden darf, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten – maßgeblich sind allein die im jeweiligen Bundesland geltenden Regelungen. Ein Blick in die tagesaktuelle Schonzeiten-Übersicht des zuständigen Bundeslands gehört daher vor jede Bejagung. Erlegte Elstern sind der zuständigen Behörde entsprechend den landesrechtlichen Vorgaben in der Strecke zu führen.

Letzte Aktualisierung: · Quelle: Waidwart-Redaktion

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