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Streckenliste digital — Freiburg

Der zweisprachige Kanton Freiburg (DE/FR) hat ein eigenes Jagdrecht. Besonderheiten der Streckenmeldung im Grenzbereich zwischen Deutsch- und Westschweiz.

01.08.2026 · Waidwart Redaktion

Zweisprachigkeit als Besonderheit

Der Kanton Freiburg (Fribourg) ist offiziell zweisprachig — Deutsch und Französisch. Die Amtssprache im nördlichen (deutschsprachigen) Seebezirk und Sensebezirk ist Deutsch; im südlichen Teil Französisch. Alle jagdrechtlichen Formulare sind in beiden Sprachen erhältlich.

Jagdsystem: Revierjagd

Freiburg kennt die Revierjagd. Das kantonale Amt für Wald und Natur (AWN / SFN) verwaltet die Jagdgebiete und vergibt Jagdpatente bzw. koordiniert die Revierverpachtungen.

Planpflichtige Wildarten

  • Hirsch (Cervidés): Abschussplan mit genauen Quoten je Revier
  • Reh (Chevreuil): Jährlicher Mindestabschuss
  • Wildschwein (Sanglier): Hoher Jagddruck, keine Schonzeit
  • Gams (Chamois): Planpflicht in Alpenrevieren

Meldung und Fristen

Schalenwild muss binnen 24 Stunden über das kantonale Online-Portal gemeldet werden. Die Felder müssen wahlweise auf Deutsch oder Französisch ausgefüllt werden. Die App unterstützt beide Sprachen für den Freiburger Export.

Jagdkultur im Grenzbereich

Die Westschweizer Kantone (Waadt, Wallis, Neuenburg) grenzen an Freiburg. Die Jagdkulturen unterscheiden sich merklich: Im Französischen dominiert die Treibjagd (chasse à tir), während im Deutschen der Einzelansitz stärker verbreitet ist.

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