Jagd in der Millionenstadt
Wien ist Österreichs einziges Bundesland ohne private Jagdpachtflächen im klassischen Sinne. Die Jagd findet hauptsächlich im Lainzer Tiergarten statt — einem 2.450 Hektar großen, eingezäunten Wildpark im Westen der Stadt. Zuständig ist die Magistratsabteilung 49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb).
MA 49: Stadtforst und Jagdbetrieb
Die MA 49 betreibt den Lainzer Tiergarten als städtischen Jagdbetrieb. Jagdkarten werden nicht an Privatpersonen vergeben. Die Jagd wird von hauptamtlichen Forstaufsehern und Berufsjägern der Stadt Wien durchgeführt.
Wildarten im Lainzer Tiergarten
- Schwarzwild: Starke Population, intensive Bejagung
- Damwild: Hauptwildart im Tiergarten
- Rehwild: Ergänzender Bestand
- Rotwild: Vereinzeltes Vorkommen
Streckenmeldung und Dokumentation
Die Streckenmeldung erfolgt intern durch die MA 49 und wird dem Wiener Magistrat (Magistratsdirektion) gemeldet. Externe Jäger haben im Lainzer Tiergarten keine Jagdmöglichkeit. Für private Grundeigentümer in Wien (Eigenjagden über 115 ha) gelten die üblichen österreichischen Meldepflichten.
Weitere Jagdflächen in Wien
Neben dem Lainzer Tiergarten existieren in Wien jagdliche Flächen in der Lobau (Nationalpark Donau-Auen), im Prater und auf Flächen der Wiener Stadtgüter. Diese werden durch Bezirksjagdausschüsse verwaltet.