Revierjagd im Kanton Aargau
Der Kanton Aargau gehört zu den sieben Revierjagd-Kantonen der Schweiz. Jagdreviere werden für eine Pachtdauer von sechs Jahren verpachtet. Der Pächter hält das exklusive Jagdrecht im Revier und ist verantwortlich für die Einhaltung der Abschusspläne. Die kantonale Jagdverwaltung (Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Wald) überwacht die Bewirtschaftung.
Kompaktes Meldesystem
Im Vergleich zu größeren Kantonen hat der Aargau ein übersichtliches, schlankes digitales Meldesystem. Abschüsse werden über das kantonale Online-Portal direkt eingegeben. Das System ist benutzerfreundlich gestaltet und erfordert keine spezielle Software — ein Webbrowser genügt. Die Daten werden automatisch mit dem kantonalen Wildbestandsmonitoring verknüpft.
Wildarten im Aargau
- Rehwild — häufigste Schalenwildart, planpflichtig
- Schwarzwild — zunehmend, planpflichtig mit Mindest- und Höchstabschuss
- Fuchs — regulierbar, Strecke zu melden
- Dachs — bejagbar, Strecke zu erfassen
Fristen und Meldepflichten
Erlegtes Schalenwild muss innerhalb von 48 Stunden digital gemeldet werden. Die Abschusspläne werden vor der Jagdsaison mit der kantonalen Jagdverwaltung abgestimmt und digital genehmigt. Der Jahresabschluss erfolgt bis Ende April.
Besonderheit: Nähe zur Stadtregion
Der Aargau grenzt an die Kantone Zürich, Basel-Stadt und Basel-Landschaft — alles dicht besiedelte Regionen. Viele Aargauer Reviere liegen im Einflussbereich der Agglomeration. Das hat Folgen: Stadtnäheres Wild (v.a. Schwarzwild) zeigt andere Aktivitätsmuster und ist schwieriger zu bejagen. Revierinhaber in stadtnahen Lagen müssen enger mit den Gemeinden zusammenarbeiten.