Grundsatz: Schonzeit schützt Brut- und Setzzeit
Schonzeiten dienen dem Schutz von führenden Muttertieren und ihrem Nachwuchs während der Brut- und Setzzeit. Sie sind in den jeweiligen Landesjagdgesetzen bzw. Jagdverordnungen geregelt und können je nach Region erheblich variieren.
Rehwild (Capreolus capreolus)
- Deutschland: Ricken und Kitze: 1. Februar–15. Mai (je nach BL); Böcke: kein generelles Schongebot, aber Hegejahr
- Österreich: Geißen mit Kitzen: April–September (je nach BL)
- Schweiz: Geißen: 15. Januar–31. Mai (kantonale Variationen)
Rotwild (Cervus elaphus)
- Deutschland: Alttiere und Kälber: Oktober–Januar Hauptjagdzeit; Schmalspießer ganzjährig in manchen BL
- Österreich: Schmalwild: August–November; Alttiere und Stücke nach Plan
- Schweiz: September–Oktober Hauptsaison; genaue Daten kantonal
Schwarzwild
Schwarzwild hat in den meisten DACH-Ländern keine Schonzeit. Frischlinge und führende Bachen genießen in einigen Bundesländern (Bayern, BW) faktischen Schutz durch Praxis, nicht Gesetz. In der Schweiz gibt es kantonale Regelungen.
Federwild — ausgewählte Arten
- Fasan: Hennen ganzjährig geschont (DE); Hähne Oktober–Januar (je nach BL)
- Stockente: September–Januar in den meisten Regionen
- Waldschnepfe: Oktober–Januar (starke regionale Unterschiede)
Schonzeiten in der App
Die App zeigt für jede Wildart farblich markiert an, ob aktuell Jagdzeit oder Schonzeit gilt — basierend auf dem eingestellten Bundesland/Kanton. Eine Warnung verhindert, dass versehentlich geschontes Wild eingetragen wird.