Patentjagd im Kanton St. Gallen
St. Gallen ist einer der 19 Patentjagd-Kantone der Schweiz. Jäger erwerben beim kantonalen Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) ein Jagdpatent. Die Jagdsaison ist zeitlich begrenzt: Hochjagd im Herbst, mit spezifischen Zeitfenstern je nach Wildart. Der Kanton St. Gallen erstreckt sich von der Bodenseeregion im Norden über das Rheintal bis zum Alpstein (Säntis-Gebiet) im Süden — eine außergewöhnlich vielfältige Landschaft.
Wildarten
- Gamswild — im Alpsteingebiet und Churfirsten, wichtigste Schalenwildart
- Rotwild — im Rheintal und Toggenburg
- Rehwild — im Mittelland und Bodenseeregion
- Schwarzwild — zunehmend im Rheintal
- Steinbock — in der Tektonikarena Sardona und am Säntis, mit Sonderbewilligung
Streckenmeldung
Erlegtes Wild muss beim zuständigen Wildhüter gemeldet und abgestempelt werden. Die offizielle Streckenmarke (Kontrollmarke) wird am Tier befestigt. Anschließend erfolgt die Erfassung im kantonalen System. Die Daten fließen in die jährliche Kantonsstatistik ein, die öffentlich zugänglich ist.
Besonderheit: Grenzreviere
St. Gallen grenzt an Vorarlberg (Österreich) und an Liechtenstein. Für grenznahe Reviere gibt es besondere Abstimmungen mit den Nachbarbehörden — insbesondere für Rotwild und Gamswild, die die Staatsgrenze überschreiten. Jäger in Grenzrevieren sollten die Kontakte zur österreichischen und liechtensteinischen Jagdbehörde pflegen.