Streckenliste digital — Sachsen & Wildmonitoring
Sachsen hat mit dem Sächsischen Wildmonitoring eine innovative Online-Plattform entwickelt — und ist Vorreiter für datenbasiertes Wildtiermanagement.
01.06.2026 · Waidwart Redaktion
Sächsisches Wildmonitoring
Sachsen hat mit dem Sächsischen Wildmonitoring (SWM) eine der innovativsten digitalen Jagdplattformen in Deutschland entwickelt. Das System geht über eine einfache Streckenliste hinaus: Es verbindet Streckenerfassung, Wildbestandsmonitoring, Biotopkartierung und Wildschadenserfassung in einer Plattform. Revierinhaber können über die Weboberfläche oder eine Mobile App arbeiten.
Was das Sächsische Wildmonitoring erfasst
- Streckeneinträge — alle planpflichtigen Wildarten mit allen Pflichtfeldern
- Lebendfang-Einträge — z.B. Schwarzwild-Fangboxen
- Wildbeobachtungen — auch nicht erlegtes Wild kann gemeldet werden
- Wildunfälle — Koordinaten, Wildart, Fahrzeugschaden
- Wildseuchen — Erstmeldung bei Verdacht auf ASP, Räude, etc.
Meldepflichten und Fristen
In Sachsen gilt eine gestaffelte Meldepflicht: Schalenwild muss innerhalb von 7 Tagen nach Erlegung im SWM eingetragen werden. Die vollständige Jahresstrecke muss bis 30. April des Folgejahres abgeschlossen gemeldet sein. Das SWM meldet automatisch, wenn ein Revier seinen Abschussplan über- oder unterschreitet.
ASP-Dokumentation
Sachsen war eines der ersten deutschen Bundesländer mit ASP (2020, Landkreis Görlitz). Das Sächsische Wildmonitoring wurde schnell um ein ASP-Modul erweitert: Beprobungsstatus, Funddaten, GPS-Koordinaten und Laborergebnisse sind integriert.
Planpflichtige Wildarten in Sachsen
- Rotwild, Damwild, Rehwild, Muffelwild — planpflichtig
- Schwarzwild — planfrei, aber Strecke muss im SWM erfasst werden
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