🇦🇹 Kärnten

Streckenliste digital — Kärnten

Kärnten grenzt an Slowenien und hat besondere Anforderungen durch Steinbock-Vorkommen, die Nähe zur ASP-Front und grenzüberschreitende Wildpopulationen.

02.06.2026 · Waidwart Redaktion

Jagd in Kärnten

Kärnten ist das südlichste österreichische Bundesland und grenzt an Slowenien und Italien. Die Kärntner Jagd ist im Kärntner Jagdgesetz (K-JG) geregelt. Das Land ist bekannt für seine vielfältige Wildtierfauna: Rotwild, Gamswild, Steinbock und in den Tallagen auch Schwarzwild prägen das Bild.

Steinbock in Kärnten

Kärnten hat bedeutende Steinbock-Kolonien, vor allem in den Karawanken und den Karnischen Alpen. Die Bejagung erfolgt streng kontingentiert durch das Land Kärnten. Jeder Steinbock-Abschuss erfordert eine landesbehördliche Genehmigung und wird im österreichischen Steinbock-Stammbuch erfasst. Die Jagd auf Steinböcke ist für erfahrene Alpenjäger reserviert — körperliche Fitness und Erfahrung in steilem Gelände sind Voraussetzung.

Grenzüberschreitende Wildpopulationen — Slowenien

Die Grenze zu Slowenien macht Kärnten zu einem Sonderfall: Rotwild, Schwarzwild und Wölfe überqueren die Staatsgrenze regelmäßig. Das erfordert eine enge Kooperation mit den slowenischen Jagdbehörden. Für grenznahe Reviere gelten teilweise gesonderte Meldepflichten, wenn Wild mit ausländischen Ohrmarken oder Sendern erlegt wird.

ASP-Situation

Kärnten beobachtet die ASP-Situation in Slowenien und Ungarn aufmerksam. In bestimmten Grenzbezirken (Völkermarkt, Klagenfurt-Land) gibt es erhöhte Überwachungspflichten für Schwarzwild: jedes erlegte Stück muss beprobt werden, und Fallwild ist sofort zu melden.

Digitale Streckenerfassung

Kärnten nutzt das Portal der Kärntner Jägerschaft für die elektronische Streckenerfassung. Schalenwild-Abschüsse müssen innerhalb von 7 Tagen gemeldet werden. Das System ist mit der Landesjagdstatistik verknüpft und liefert der Behörde aktuelle Übersichten über Abschussplanerfüllung und Wildbestandsentwicklung.