Herkunft und Verbreitung
Das Muffelwild (Ovis gmelini musimon) stammt ursprünglich von den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien und wurde ab dem 18. Jahrhundert in Mitteleuropa eingebürgert. Im DACH-Raum existieren stabile Populationen:
- Deutschland: Thüringen (Kyffhäuser), Sachsen-Anhalt (Harz), Rheinland-Pfalz (Pfälzerwald), Bayern
- Österreich: Steiermark, Kärnten, Niederösterreich
- Schweiz: Einzelne Vorkommen in Graubünden, kaum jagdlich relevant
Bejagungszeit und Schonzeiten
Die Jagdzeiten variieren je nach Bundesland und Kanton:
- Deutschland: Schafböcke in der Regel 1. August bis 31. Januar; Mutterschafe und Lämmer je nach Bundesland
- Österreich: Böcke ab 1. Juli, Schafe und Lämmer ab 1. August (kantonal verschieden)
Abschussplanung
Muffelwild ist in allen Vorkommensgebieten planpflichtig. Die Aufschlüsselung erfolgt nach:
- Schafböcke (nach Altersklassen)
- Mutterschafe
- Lämmer (männlich/weiblich)
Dokumentation der Trophäen
Schafböcke werden nach dem CIC-Bewertungsschema bewertet. Maße: Hornlänge, Umfang an der Basis, Spiralweite. In Österreich ist die Trophäenvorlage Pflicht. Die App bietet ein spezielles Eingabeformular für Muffelwild-Trophäen.
Besonderheiten beim Ansitz
Muffelwild ist tagaktiv und bevorzugt offene Hänge mit kurzer Vegetation. Morgen- und Abendansitz an Südhängen ist besonders erfolgversprechend. Muffelwild reagiert sehr empfindlich auf Störungen.