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Muffelwild: Vorkommen, Bejagung, Dokumentation

Muffelwild im DACH-Raum: Herkunft, aktuelle Verbreitung, Abschusspläne und was bei der Streckendokumentation besonders zu beachten ist.

17.07.2026 · Waidwart Redaktion

Herkunft und Verbreitung

Das Muffelwild (Ovis gmelini musimon) stammt ursprünglich von den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien und wurde ab dem 18. Jahrhundert in Mitteleuropa eingebürgert. Im DACH-Raum existieren stabile Populationen:

  • Deutschland: Thüringen (Kyffhäuser), Sachsen-Anhalt (Harz), Rheinland-Pfalz (Pfälzerwald), Bayern
  • Österreich: Steiermark, Kärnten, Niederösterreich
  • Schweiz: Einzelne Vorkommen in Graubünden, kaum jagdlich relevant

Bejagungszeit und Schonzeiten

Die Jagdzeiten variieren je nach Bundesland und Kanton:

  • Deutschland: Schafböcke in der Regel 1. August bis 31. Januar; Mutterschafe und Lämmer je nach Bundesland
  • Österreich: Böcke ab 1. Juli, Schafe und Lämmer ab 1. August (kantonal verschieden)

Abschussplanung

Muffelwild ist in allen Vorkommensgebieten planpflichtig. Die Aufschlüsselung erfolgt nach:

  • Schafböcke (nach Altersklassen)
  • Mutterschafe
  • Lämmer (männlich/weiblich)

Dokumentation der Trophäen

Schafböcke werden nach dem CIC-Bewertungsschema bewertet. Maße: Hornlänge, Umfang an der Basis, Spiralweite. In Österreich ist die Trophäenvorlage Pflicht. Die App bietet ein spezielles Eingabeformular für Muffelwild-Trophäen.

Besonderheiten beim Ansitz

Muffelwild ist tagaktiv und bevorzugt offene Hänge mit kurzer Vegetation. Morgen- und Abendansitz an Südhängen ist besonders erfolgversprechend. Muffelwild reagiert sehr empfindlich auf Störungen.

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