Zubereitung

1. Soffritto

In einem schweren Topf Olivenöl erhitzen. Speck auslassen, dann Zwiebeln, Karotten und Sellerie zugeben — bei mittlerer Hitze 10 Minuten weichschmoren, ohne Farbe zu nehmen. Knoblauch zugeben, kurz mitdünsten.

2. Hack anbraten

Hack zugeben, Hitze hochdrehen, kräftig anbraten — Röstaromen sind das Geheimnis. Tomatenmark einrühren, kurz mitrösten.

3. Ablöschen

Mit Rotwein ablöschen, einkochen lassen bis fast nichts mehr da ist. Geschälte Tomaten zugeben (mit der Hand zerdrücken), Wildfond aufgießen.

4. Gewürze

Wacholder, Lorbeer und Rosmarinzweig zugeben. Salz und Pfeffer.

5. Lange schmoren

Auf kleinster Hitze ohne Deckel 60 bis 90 Minuten ganz langsam schmoren — die Sauce wird dunkel und dickflüssig. Gelegentlich umrühren.

6. Milch das Geheimnis

15 Minuten vor Ende die Vollmilch zugeben — sie macht die Sauce samtig, neutralisiert die Säure und bindet die Aromen. Klingt seltsam, ist aber das echte italienische Original.

7. Servieren

Mit breiten Bandnudeln (Pappardelle oder Tagliatelle), großzügig Parmesan darüber. Klassiker mit Polenta oder als Lasagne über Nacht ziehen lassen.

Tipps aus der Praxis

Bolognese aus Wildhack ist deutlich aromatischer als die Rinder-Variante — keine extra Würze nötig. Wer kein Hack hat: Schulter oder Hals durch den 4-mm-Wolf jagen. Reste am nächsten Tag schmecken doppelt so gut.