Zubereitung
Vorbemerkung — Trichinenprobe ist Pflicht
Schwarzwild ist trichinenpflichtig. Ohne negativen Befund darf das Wildbret nicht in den Verkehr — auch nicht im Eigenverbrauch ist die Probe dringend empfohlen. Probennummer in Waidwart eintragen, Probebehälter beschriften.
1. Probennahme zuerst
Vor dem Aufbrechen 30 g Muskelfleisch aus Zwerchfellpfeiler, Zungenmuskulatur oder Unterarm entnehmen, in den Probebehälter geben und mit Wildmarkennummer beschriften.
2. Aufbrechen
Stück auf die rechte Seite legen. Mit Combomesser Brustbein durchtrennen — bei starken Keilern ist die Säge nötig. Bauchdecke vorsichtig öffnen, Därme nicht verletzen.
3. After verschließen
Ringschnitt um After, Mastdarm mit Kabelbinder oder Spange verschließen — Schwarzwild riecht intensiver, Verunreinigungen unbedingt vermeiden.
4. Innereien und Beschau
Leber, Nieren und Lymphknoten auf Veränderungen prüfen (insbesondere bei ASP-Verdacht: dunkle Verfärbungen, Blutungen, Milzschwellung). Auffälligkeiten dem Veterinäramt melden.
5. Auskühlen
Stück hängend in Kühlhaus bringen, ideal 2 bis 4 Grad Celsius. Wildursprungsschein und Trichinenproben-Nr. in Streckenliste eintragen.