Burgenland: Das Niederwild-Bundesland
Das Burgenland ist das einzige österreichische Bundesland ohne Alpenanteil. Die flache bis leicht hügelige Landschaft — geprägt von Weinbergen, Ackerland, Schilfflächen am Neusiedler See und Reste der Pannonia-Steppe — schafft ideale Bedingungen für Niederwild. Fasane, Rebhühner, Hasen und Wasservögel stehen im Mittelpunkt der burgenländischen Jagd.
Niederwild-Fokus
Die planpflichtigen Wildarten im Burgenland spiegeln die Landschaft wider:
- Fasan — wichtigste Niederwildart, Abschussplan pro Revier
- Rebhuhn — stark rückläufig, enge Zusammenarbeit mit Naturschutz
- Feldhase — planpflichtig, Monitoring-Programme
- Rotwild — kommt im Hügelland Mittel- und Südburgenland vor
- Schwarzwild — planpflichtig, Mindestabschuss
- Wasservögel — am Neusiedler See, mit Nationalpark-Einschränkungen
Neusiedler See und Nationalpark
Der Neusiedler See ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und beherbergt einen der bedeutendsten Vogellebensräume Europas. Im Nationalpark-Bereich ist die Jagd stark eingeschränkt. Für grenznahe Reviere am Schilfgürtel gelten besondere Auflagen. Die enge Abstimmung mit der Nationalpark-Verwaltung ist für Revierinhaber in diesem Bereich unverzichtbar.
Grenzjagd: Ungarn und die Slowakei
Das Burgenland grenzt an Ungarn und die Slowakei. Für Reviere in Grenznähe gelten besondere Regelungen:
- Wild mit ungarischen/slowakischen Ohrmarken ist zu melden
- Grenzüberschreitende Jagden erfordern bilaterale Vereinbarungen
- ASP-Monitoring ist im Grenzbereich intensiviert
Digitale Streckenerfassung
Burgenland nutzt das Portal der Burgenländischen Landesjägerschaft für die digitale Streckenmeldung. Alle planpflichtigen Wildarten müssen elektronisch gemeldet werden. Die Meldung muss innerhalb von 7 Tagen nach Erlegung erfolgen. Die landesweite Jagdstatistik wird jährlich veröffentlicht.