Schneehase (Lepus timidus)
Der Schneehase ist eine charakteristische Art des Hochgebirges und der borealen Zone. In den Alpen lebt er oberhalb der Baumgrenze und ist im Winter durch sein weißes Winterfell gut getarnt.
- Österreich: Jagdbar in Tirol, Salzburg, Vorarlberg; Jagdzeit meist Oktober–November
- Schweiz: Kantonal geregelt; in Graubünden und Wallis jagdbar; sehr begrenzte Quoten
- Deutschland: Ganzjährig geschont (alpine Vorkommen im Allgäu streng geschützt)
Alpenschneehuhn (Lagopus muta)
Das Alpenschneehuhn ist ein typisches Bewohner hochalpiner Felsgeröll und Schutthalden. Es wechselt im Winter ebenfalls in weißes Gefieder.
- Österreich: In einigen Alpenbundesländern jagdbar; strenge Quoten
- Schweiz: Jagdbar in Graubünden, Wallis und Bern; Hochsaison September–Oktober
- Klimawandel: Die Art zieht sich durch Erwärmung in höhere Lagen zurück; Bestände rückläufig
Dokumentationspflichten
Beide Arten haben sehr strenge Meldepflichten. Jede Erlegung muss mit GPS-Koordinaten und Habitatbeschreibung gemeldet werden. Wissenschaftliche Probenentnahme (Federn beim Schneehuhn, Blut beim Schneehase) ist in der Schweiz teilweise Pflicht für das Wildtiermonitoring.
Jagdethik und Nachhaltigkeit
Angesichts des Klimawandels und zurückgehender Bestände empfehlen Wildökologen eine sehr zurückhaltende Bejagung. Die App zeigt aktuelle Bestandstrends an und warnt, wenn das regionale Abschusslimit fast erreicht ist.