Kurzwaffe Bleifrei verfügbar

9mm Luger

Fangschuss auf krankes Schalenwild durch den Jäger oder Nachsuchenführer; nicht zur Erlegung aus dem Anschlag.

V0 (Mündungsgeschwindigkeit)
ca. 360 m/s

Das Kaliber 9x19 mm (9mm Luger / 9mm Para) ist die weltweit verbreitetste Pistolenmunition. Im jagdlichen Kontext wird die Kurzwaffe ausschließlich zum Fangschuss bei verletztem oder krankem Schalenwild eingesetzt – nicht zur regulären Erlegung.

Rechtliche Lage

In Deutschland ist die Kurzwaffe zum Fangschuss nach BJagdG zugelassen, sofern der Jäger eine entsprechende WBK-Eintragung besitzt. In Österreich regeln die Landesjagdgesetze die Fangschusswaffe; in der Schweiz ist die Fangschusswaffe in mehreren Kantonen erlaubt, in einigen jedoch beschränkt.

Praxis

Der Fangschuss erfolgt aus unmittelbarer Nähe – typischerweise auf das Genick oder hinter das Ohr. Munitionsauswahl: Vollmantel oder Hohlspitz mit hoher Energie auf kurze Distanz. Nachsuchenführer führen die Kurzwaffe sicher gepackt am Riemen oder im Holster und ziehen sie ausschließlich am ergriffenen Stück.

Bleifrei-Hinweis (Stand April 2026)

In Deutschland ist die Bleimunition für die Jagd in einzelnen Bundesländern bereits verboten oder eingeschränkt – ein bundeseinheitliches Verbot ist in Vorbereitung. In Österreich wird das Thema länderweise unterschiedlich gehandhabt; einige Bundesländer haben für die Schalenwildjagd bleifreie Munition vorgeschrieben. Die Schweiz hat per BJV-Revision die Verwendung von Bleischrot in Feuchtgebieten verboten und prüft eine Ausweitung. Wer regional jagt, prüft die jeweils geltende Verordnung.