Station 01
1. April
Das Jagdjahr fängt an
Max jagt seit elf Jahren in Freiburg. Am 1. April beginnt das Jagdjahr von vorn, und mit ihm die Rechenschaft: Was gefallen ist, ist abgeschlossen. Was jetzt kommt, gehört in eine neue Strecke. Der Abschussplan dafür hat seine eigene Frist, und die liegt vor dem Jahr, nicht darin.
Abschussplan
- Jagdjahr
- 1. April bis 31. März
- Abschussplan einreichen
- vor Jagdsaisonbeginn
- Genehmigt durch
- Service des forêts et de la faune
- Planungszeitraum
- 1 Jahr
- Planpflichtig
- Rothirsch, Reh, Gämse, Wildschwein
Aus der Konfiguration für Freiburg
Mit WaidwartDer Plan liegt in Waidwart, nicht in einem Ordner. Jeder Eintrag zählt von selbst dagegen — Max sieht das ganze Jahr über, wo er steht, statt es im Frühjahr zusammenzurechnen.
Station 02
Das erste Stück
7 Angaben, die niemand gern macht
Ein Ansitz am frühen Morgen, ein Stück Schalenwild. Bis hierher ist alles wie immer — danach fängt die Arbeit an, die niemand gern macht. Freiburg verlangt zu diesem einen Stück 7 Angaben, und für den Eintrag läuft eine Frist. Fehlt eine davon, fällt es meist erst bei der Meldung auf. Dann ist die Frist längst vorbei.
Was zu einem Stück gehört
- Pflichtangaben Schalenwild
- Wildart, Geschlecht, Altersklasse, Datum, Erlegungsort, Gewicht, Patentnummer
- Eintragungsfrist Schalenwild
- innerhalb 24 Stunden nach Erlegung
- Pflichtangaben Niederwild
- Wildart, Anzahl, Datum, Jagdart
- Eintragungsfrist Sonstige
- vor Jagdsaisonende
Aus der Konfiguration für Freiburg
Mit WaidwartMax trägt es am Hochsitz ein, ohne Netz. Die Altersklasse schlägt Waidwart aus der Liste vor, die für Freiburg hinterlegt ist — nicht aus dem Gedächtnis und nicht in drei Schreibweisen.
Station 03
Herbst
Zwölf Stück an einem Tag
Ein Tag, an dem zwölf Stück auf der Strecke liegen. Auf Papier heißt das: abends das Streckenbuch, dann die Ursprungsnachweise, dann die Meldung — dieselben Zahlen dreimal, und beim dritten Mal dreht sich eine Ziffer um. Zwölf Stück mal 7 Pflichtangaben sind 84 Einzelangaben an einem Abend, nach einem Tag im Wald.
Was ein solcher Tag kostet
- Pflichtangaben je Stück
- 7
- Eintragungsfrist Schalenwild
- innerhalb 24 Stunden nach Erlegung
Aus der Konfiguration für Freiburg
Mit WaidwartErfassen, „Speichern und nächster", weiter. Datum und Jagdart bleiben stehen, die Wildart kommt aus dem letzten Eintrag desselben Tages. Keine Angabe zweimal.
Station 04
Winter
Ein Fund am Bach
In der Zeitung steht ASP, zwei Kreise weiter. Vierzehn Tage später liegt ein verendetes Stück am Bach. Jetzt zählt, wie schnell die Meldung rausgeht und wie genau der Fundort ist. „Am Bach hinter der Kanzel" ist kein Fundort. Eine Koordinate ist einer.
Fallwild und Fundort
Hierzu führt die Konfiguration für dieses Land keine Frist: Meldewege im Seuchenfall setzt die zuständige Behörde, und sie ändern sich mit der Lage.
Mit WaidwartFundort mit GPS, Foto und Zeitpunkt in einem Vorgang — bevor Max wieder im Auto sitzt.
Station 05
31. März
Die Streckenmeldung
Das Jagdjahr ist zu Ende. Ein Jahr Arbeit geht auf wenigen Seiten an die zuständige Behörde. Wer die Strecke dafür aus einem nachträglich korrigierten Streckenbuch abschreibt, trägt jeden Fehler des Jahres mit hinein — und merkt es nicht, weil die Zahlen ja zueinander passen.
Meldung
- Melden an
- Service des forêts et de la faune / Amt für Wald und Fauna
- Meldefrist
- jährlich
- Elektronische Meldung
- vorgesehen
- Jagdjahr endet
- 31. März
Aus der Konfiguration für Freiburg
Mit WaidwartDie Meldung entsteht aus dem, was über das Jahr erfasst wurde — vollständig und mit allen Angaben, die Freiburg verlangt. Kein Abschreiben, keine zweite Zahlenreihe.
Station 06
Und was nicht
Wofür Waidwart nicht geradesteht
Ein Satz, den kein Prospekt gern schreibt, der aber am Ende zählt: Die Verantwortung bleibt beim Jäger. Waidwart meldet nicht für Max und entscheidet nichts an seiner Stelle.
Die Grenze des Werkzeugs
Keine Angabe aus der Konfiguration — hier steht eine Zusage, keine Rechtsauskunft.
Mit WaidwartWas Waidwart zusagt: dass nichts fehlt und keine Frist unbemerkt verstreicht. Ob ein Stück zum Abschussplan passt und ob die Angaben stimmen, entscheidet und verantwortet der Jäger.