🇨🇭 Bern

Streckenliste digital — Bern

Der Kanton Bern kombiniert Patentjagd mit einem gemischten Meldesystem und großen Wildschutzgebieten in den Berner Alpen.

07.05.2026 · Waidwart Redaktion

Patentjagd im größten Flächenkanton

Bern ist nach Graubünden der flächenmäßig zweitgrößte Kanton der Schweiz und praktiziert die Patentjagd. Jäger erwerben beim kantonalen Amt für Jagd und Fischerei (AJF) ein Jagdpatent, das sie zur Jagd in bestimmten Gebieten berechtigt. Das Patent gilt für die festgelegte Jagdsaison — eine unbegrenzte Jahresjagd wie in revierjagd-Kantonen gibt es nicht.

Gemischtes Meldesystem

Der Kanton Bern hat ein gemischtes System aus digitaler und papierbasierter Meldung etabliert. Größere Schalenwildarten (Rotwild, Gamswild) werden digital über das kantonale Portal gemeldet. Für Niederwild und Raubwild gibt es noch Papierformulare, die beim AJF eingereicht werden müssen. Die vollständige Digitalisierung ist in Arbeit.

Wildschutzgebiete

Der Kanton Bern hat ausgedehnte Wildschutzgebiete in den Berner Alpen (Berner Oberland). In diesen Gebieten ist die Jagd ganzjährig verboten. Die Grenzen der Wildschutzgebiete sind auf den kantonalen Jagdkarten verzeichnet und müssen von Jägern zwingend beachtet werden. Wer in Wildschutzgebieten jagt, riskiert seinen Jagdschein.

Wildarten im Kanton Bern

  • Gamswild — wichtigste Schalenwildart in den Alpen
  • Rotwild — in den Voralpen und Alpen
  • Rehwild — im Mittelland verbreitet
  • Schwarzwild — zunehmend im Mittelland
  • Steinbock — in bestimmten Kolonien mit Sonderbewilligung

Fristen und Meldepflichten

Erlegtes Schalenwild muss in der Regel innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden — eine der strengsten Fristen im DACH-Raum. Die Meldung erfolgt über die Jagdaufsicht oder digital. Nicht gemeldetes Wild gilt als Wilderei und wird entsprechend bestraft.

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