Verbreitung und Problematik
Sikawild (Cervus nippon) stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde in Europa eingebürgert. Im DACH-Raum gibt es Vorkommen in:
- Deutschland: Schleswig-Holstein (Vorpommern), Mecklenburg-Vorpommern, Bayern (einige Gebiete)
- Österreich: Niederösterreich, Steiermark (punktuelle Vorkommen)
- Schweiz: Extrem selten, keine etablierten Populationen
Hauptproblem: Kreuzung mit Rotwild. Hybride sind schwer von Rotwild zu unterscheiden und biologisch ein Risiko für die Rotwild-Population.
Unterschiede zu Rotwild
- Deutlich kleiner als Rotwild (Hirsch bis 80 kg)
- Sommerfell mit weißen Flecken (ähnlich Kalb)
- Geweih mit spitzen Enden, charakteristische Form
- Lautäußerung: pfeifendes Schreien statt Brunftröhren
Jagdzeiten und Planpflicht
Sikawild ist in den meisten Bundesländern, in denen es vorkommt, planpflichtig und wird oft wie Rotwild gehandhabt. In Schleswig-Holstein (Planfreiheit bei Schwarzwild/Reh) bleibt Sikawild planpflichtig.
Dokumentation und Trophäen
Sikawild-Trophäen werden nach CIC-Schema bewertet. Bei der Meldung ist zu unterscheiden, ob es sich um Reinblut-Sikawild oder Hybride handelt. Bei Hybridverdacht: Probenentnahme für Gentest empfohlen.
Dokumentation in der App
Die App bietet ein eigenes Eingabefeld für Sikawild mit Hybrid-Kennzeichnung. In bekannten Sikaverbreitungsgebieten wird eine Erinnerung zur Probenentnahme angezeigt.