Die Drückjagd — Gemeinschaftsjagd im Herbst
Die Drückjagd ist die klassische Herbstjagd auf Schalenwild, besonders auf Schwarzwild und Rehwild. Treiber oder Hunde bewegen das Wild langsam zu den Schützen. Im Oktober startet die Hauptsaison in allen DACH-Regionen.
Planung der Drückjagd
- Revierbegehung: Einstandsgebiete des Wildes kartieren, Schützenstände festlegen
- Schützenliste: Alle teilnehmenden Jäger mit gültigem Jagdschein/Jagdkarte erfassen
- Sicherheitsunterweisung: Pflichtbestandteil vor jeder Drückjagd — Schussfeldregeln, Kommunikationswege, Notrufnummern
- Schussfeld-Dokumentation: In vielen Bundesländern sind Schussfeld-Skizzen Pflicht
Dokumentation während der Jagd
Bei Drückjagden fallen viele Strecken in kurzer Zeit an. Für die korrekte Dokumentation gilt:
- Jedes erlegte Stück sofort markieren (Bruch) und mit Erlegungszeit notieren
- Schütze, Wildart, Geschlecht, Altersklasse und Erlegungsort festhalten
- Schwarzwild: Trichinenprobe-Vorbereitung direkt nach dem Aufbrechen
Streckenlegung und Nacharbeit
Am Jagdende werden alle Stücke zur Strecke gelegt. Die Strecke wird protokolliert und fotografiert — die Waidwart ermöglicht die Erfassung direkt vor Ort, auch offline.
Rechtliche Besonderheiten
Bei revierübergreifenden Drückjagden müssen alle beteiligten Jagdpächter zustimmen. In Rotwildgebieten ist vorab zu klären, welches Revier für welche Abschüsse angerechnet wird.