Das Grundprinzip des Abschussplans

Der Abschussplan legt fest, wie viel Wild einer planpflichtigen Art innerhalb eines definierten Zeitraums erlegt werden soll. Er dient der nachhaltigen Bewirtschaftung und schützt gleichzeitig vor Überjagung und Wilddruck auf die Vegetation.

Einjährige Abschusspläne

Die meisten deutschen Bundesländer und alle österreichischen Bundesländer arbeiten mit jährlichen Abschussplänen. Vorteil: flexible Anpassung an aktuelle Wildbestände und Wildschadenslagen. Nachteil: Jedes Jahr Neuverhandlung mit der Jagdbehörde.

Dreijährige Abschusspläne

Einige Bundesländer, darunter Bayern und Baden-Württemberg, ermöglichen dreijährige Abschusspläne für Rehwild. Dies gibt Jagdausübungsberechtigten mehr Planungssicherheit. In der Schweiz kennen einige Kantone mehrjährige Pläne für Rotwild.

Übererfüllung und Untererfüllung

  • Übererfüllung: Genehmigungspflichtig in den meisten Ländern; oft nur bei begründetem Ausnahmeantrag möglich
  • Untererfüllung: Kann zu behördlichen Maßnahmen führen (Ersatzvornahme, Bußgeld)
  • Mehrstrecke bei 3-Jahresplänen: Übertragbar auf das Folgejahr (je nach Bundesland)

Soll/Ist-Tracking in der App

Die App unterstützt sowohl einjährige als auch mehrjährige Pläne. Bei 3-Jahresplänen wird kumulativ der Fortschritt über alle Jagdjahre angezeigt. Automatische Warnmeldung, wenn weniger als 80 % des Solls bis Dezember erreicht sind.

Schweizer Besonderheiten

In der Schweiz gibt es keine bundesweite Regelung — die Kantone bestimmen die Planlaufzeit selbst. Patentjagd-Kantone arbeiten meist mit saisonalen Quoten ohne mehrjährige Bindung.