Was ist Büchsenlicht?
Als Büchsenlicht bezeichnet man die Zeitspanne, in der das natürliche Tageslicht ausreicht, um Wild zweifelsfrei anzusprechen (Art, Geschlecht, Altersklasse sicher zu erkennen) und einen sauberen, weidgerechten Schuss abzugeben. Es ist kein fester Uhrzeit-Wert, sondern an die natürliche Dämmerung gebunden — es beginnt morgens vor Sonnenaufgang und endet abends nach Sonnenuntergang.
Warum ist es wichtig?
Schalenwild darf in der Regel nur bei Büchsenlicht bejagt werden — morgens ab Beginn, abends bis Ende des Büchsenlichts. Wer außerhalb dieser Phase schießt, riskiert Fehlansprache, unsaubere Schüsse und einen Verstoß gegen die Weidgerechtigkeit sowie tier- und jagdrechtliche Vorgaben.
Ausnahme Schwarzwild
Schwarzwild darf in vielen Bundesländern auch nachts bejagt werden; für den Einsatz künstlicher Lichtquellen und Nachtzieltechnik gelten je nach Bundesland eigene, teils enge Regeln.
Wie wird es bestimmt?
In der Praxis orientiert sich das Büchsenlicht an der bürgerlichen Dämmerung und damit am Sonnenstand relativ zum Horizont. Maßgeblich bleibt aber immer die Faustregel: Erst schießen, wenn das Stück sicher angesprochen werden kann.